Wir unterstützen das Internationale Meeting in London…

Alex Gordon, Großbritannien

Alex Cordon ist ehemaliger Vorsitzender der Gewerkschaft RMT (Eisenbahn-, See- und Transportarbeiter)

»Trotz der offensichtlichen Begeisterung von Generälen, Waffenhändlern und bürgerlichen Politikern, die öffentlichen Ausgaben – in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Wohnen oder Infrastruktur – zu kürzen, um die steigenden Militärausgaben zu finanzieren, ist es noch keiner europäischen Regierung gelungen, ihre Bevölkerung davon zu überzeugen, den Aufbau einer Kriegswirtschaft zu akzeptieren. Sie befinden sich in der Defensive.

Wir dürfen nicht akzeptieren, dass dieser Prozess unvermeidlich oder unumkehrbar sei. Der Kampf, den wir führen, ist ein Kampf zur Verteidigung der sozialen Errungenschaf- ten, die unsere Klasse im Laufe eines Jahrhunderts des Kampfes errungen hat.

Wir dürfen niemals die Vorstellung aufgeben, dass wir die öffentlichen Dienste gegen diejenigen verteidigen können, die sich durch den Waffenhandel bereichern wollen. (…) Die Politiker, die diese Politik vertreten – Keir Starmer, Friedrich Merz und Emmanuel Macron – verzeichnen heute die niedrigsten Beliebtheitswerte in der jüngeren Geschichte für amtierende Regierungschefs in ihren jeweiligen Ländern.

Dies zeigt das Scheitern der europäischen herrschenden Klassen, für den Aufbau eines Kriegsstaates die Unterstützung der Bevölkerung zu gewinnen.«

Auf der Jahreskonferenz von „Stop the War“, die am 14. März in London stattfand.


Peter Eisenstein, Norwegen


Peter Eisenstein ist stellv. Vorsitzender Fred og Rettferdighet (FOR), Ehrenpräsident der ASRA (Europäische Allianz zur Verteidigung der palästinensischen Gefangenen)

»Wir leben in einer polarisierten Welt. Ein Drittel glaubt den Unsinn, den man uns erzählt, ein Drittel hat aufgegeben, und das letzte Drittel hat sich für nationalistische Lösungen entschieden, die wir schon mehrmals gesehen haben. Informationen werden manipuliert, um unseren Verstand zu kontrollieren, und Technologie wird missbraucht, um unser Verhalten zu steuern – und das alles im Dienste der Rüstungsindustrie.

Immer mehr von uns werden sich der Realität des Krieges bewusst – und erkennen, dass der Preis, den wir zahlen, nicht in Geld gemessen werden kann, sondern in verlorenen Leben, zerstörten Familien und aufgeschobenen Träumen. Alle Wege führen in den Krieg – und nichts ist wichtiger, als diesen Lauf in diese Richtung zu stoppen.

Frieden ist nicht die Abwesenheit von Krieg, sondern die Abwesenheit von Kriegsvorbereitungen. Gerade bei den Kriegsvorbereitungen verlieren wir die menschlichen Werte aus den Augen und stellen fest, dass es für das, was wir geschaffen haben, nur ein einziges Ende gibt.

Deshalb findet im Juni dieses Jahres in London das zweite Internationale Treffen gegen den Krieg statt. Wir müssen mit einer Botschaft und einem Plan ankommen, an dem wir uns beteiligen können. Wir müssen lernen, mit einer Stimme gegen diejenigen zu sprechen, die uns spalten wollen. Nehmen Sie an unserer ganztägigen Konferenz am 30. Mai in Berlin teil, um sich auf das Antikriegstreffen im Juni vorzubereiten. Wir müssen lernen, uns auf den Frieden vorzubereiten.«
 


Ulrike Eifler, Gewerkschafterin

Ulrike Eifler ist Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Betrieb und Gewerkschaft in der Linken

»Kürzlich gingen in Rom 300.000 Menschen gegen den Krieg auf die Straße, in London 500.000 und in den USA sogar 8 Millionen. Diese inspirierenden Gegenproteste zeigen, dass die Welt zwar voller Gefahren ist, die Bereitschaft zum Widerspruch aber wächst.

Deshalb werde ich am 20. Juni an der internationalen Friedenskonferenz in London teilnehmen, zu der sich Tausende Gewerkschafter und Friedensaktivisten versammeln werden.

Die wachsende Kriegsgefahr weltweit sollte uns dazu anspornen, unsere internationalen Aktivitäten mit gleicher Geschwindigkeit zu vernetzen. Eine international agierende Friedensbewegung wird mehr sein als die Summe ihrer nationalen Bewegungen. Sie wird ein wirksames Instrument sein, um Kriegstreiber und Militaristen gemeinsam zu stoppen.«


Britta Brandau, Gewerkschafterin

Britta Brandau ist Mitglied im ver.di Gewerkschaftsrat und Mitglied der Partei Die Linke


 »Es geht darum die Welt zu verändern. Jetzt und nicht später. Deshalb auf nach London!

Dafür brauchen wir zwingend klare Aussagen wie z.B. im Antikriegs-Kongressbeschluss „Löhne, keine Waffen“ des britischen Gewerkschaftsdachverbandes TUC vom September 2025. Nicht nur in Großbritannien, sondern auch bei uns werden die öffentlichen Dienstleistungen, öffentliche Güter und die Kerninfrastruktur (…) chronisch vernachlässigt. Dies schadet den arbeitenden Menschen und der Gesamtbevölkerung, hält Gewerkschaften nieder und gefährdet den sozialen Zusammenhalt.

Wir sagen „Nein“ zu Kriegsvorbereitungen unserer Bundesregierung Merz/Klingbeil. (…) Die kriegsvorbereitende Politik lehnen wir ab. (…) Wir sagen „Nein“ und kämpfen in der Tradition der Arbeiterbewegung für Frieden und gegen Militarisierung. Jetzt und nicht später. Handeln wir gemeinsam, organisieren wir uns weltweit und mit vereinten Kräften für unseren Sozialstaat und gegen einen Militärstaat; für ein solidarisches Miteinander und gegen die skrupellose Unmenschlichkeit. Hoch lebe die internationale Solidarität!«


Fabio De Masi, BSW, MdEP

Fabio De Masi ist Co-Vorsitzender des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), Mitglied des Europäischen Parlaments

»Die Welt steht am Abgrund und die Führung Europas hängt am Rockzipfel Donald Trumps.

Nach dem Stellvertreterkrieg in der Ukraine und dem Genozid in Gaza droht nun der ganze Nahe Osten mit den Angriffen der USA und Israels auf Iran in Flammen aufzugehen.

Das Risiko eines Nuklearkrieges war nie größer.

Die Rechnung von Preisschocks, Kriegsinflation und Hochrüstung werden die arbeitenden Menschen bezahlen!

Die Jugend wird in die Schützengräben getrommelt!

Es ist daher überfällig, dass sich die Kräfte für Frieden international verbünden und wehren!«


Felicitas Von Der Burg

Filicitas Von Der Burg ist Mitglied im ver.di Bezirksvorstand Frankfurt am Main

»Mein Name ist Felicitas Von Der Burg und ich habe schon in meiner Jugend mich massiv für Abrüstung und gegen die Stationierung von Pershing Marschflugkörpern eingesetzt. Ich habe viele gewerkschaftliche Ehrenämter über die vergangenen Jahre auf allen Ebenen der ver.di inne. Meine Gewerkschafts- und Betriebsratsarbeit führte mich auch zu europäischer und internationaler gewerkschaftlicher Arbeit im Transportsektor und erweiterte meinen Blick aufs Wesentliche in der Welt noch einmal auf ganz andere Weise. Ohne die Basis Frieden vor Ort und in der Welt können wir uns nicht wirklich wirksam für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen einsetzen. Der Abbau des Sozialstaats, der Gesundheitsversorgung der Bildung- und Ausbildungsbedingungen zu Gunsten von Remilitarisierung, wiederholter Stationierung von Mittelstreckenraketen führt die Gesellschaft in eine fatal verkehrte Richtung. Da bleibt kein Geld um den blauen Planeten für uns zu bewahren.

Die einzige Gegenwehr ist, notwendige Aufklärung, Vernetzung und Zusammenarbeit auf europäischer und internationaler Ebene. Deshalb ist das Unterzeichnen und eine finanzielle Unterstützung des Appels und die Beteiligung auf der Konferenz in London so wichtig.

Auf nach London, lasst uns zusammen stehen! Ich hoffe sehr, wir sehen uns in London!«