Am 20. Mai hatte der BSW Kreisverband Düsseldorf unter dem Motto „Ihr glaubt, ihr sterbt für euer Land, aber ihr sterbt für die Industriellen“ (Anatol France zum Ersten Weltkrieg) zu einer Vorbereitungsversammlung der Londoner Konferenz gegen Krieg eingeladen.
Zu diesem Treffen riefen Mitglieder verschiedener Parteien, wie der SPD, der Linken und des BSW, auf, sowie die Kreise Arbeit und Gewerkschaft beim BSW (AGBSW) und Betrieb & Gewerkschaft der Partei Die Linke.
Als Referenten waren Andrej Hunko (BSW Ko-Vorsitzender NRW, ehem. MdB), Gotthard Krupp (AGBSW) und Andrej Kovalenko (BSW, ukrainischer Friedensaktivist), eingeladen. Sie hatten an der der Antikriegskonferenz in Paris im Oktober 2025 teilgenommen und werden auch in London sein.
Die Einladung hatte breite Zustimmung gefunden. Viele Initiativen haben ihre Solidarität bekundet und darum gebeten, einen Bericht von der Konferenz zu bekommen.
Anwesend waren Kollegen des Friedensforums, der Gewerkschaft ver.di, sowie Kollegen aus anderen Städten NRWs.
Gotthard Krupp wies auf die aktive Kriegsvorbereitung und Militarisierung der gesamten Gesellschaft durch die Regierung Merz hin. Er berichtete, dass eine polnische Kollegin, die auch in London sein wird, berichtet hat, dass der polnische Präsident, Donald Tusk, den Kriegsbeginn mit Russland für dieses Jahr angekündigt hat.
Andrej Hunko ging, wie Gotthard Krupp, auf das Thema „Sanktionen“ ein, die in Deutschland die De-Industrialisierung vorantreiben und tausende von Arbeitsplätzen zerstören. Um zu erklären, wie zerstörerisch Sanktionspolitik wirkt, zitierte Andrej Hunko, die medizinische Fachzeitschrift „Lancet“, dass unilaterale Wirtschaftssanktionen – insbesondere der USA und der EU – jährlich schätzungsweise etwa 564.000 zusätzliche Todesfälle weltweit verursachen.
Verbunden ist die Finanzierung der militärischen Aufrüstung wie der finanziellen und militärischen Unterstützung des Selenskyj-Regimes mit dem Abbau des Sozialstaates.
Die Bundesregierung überschlägt sich mit Zerstörungsplänen, wie gerade dem Kahlschlag der „Gesundheits“ministerin Warken gegen das Gesundheitssystem und die Pflege älterer und behinderter Menschen, den bisher bekannt gewordenen Plänen der Rentenkommission, die die gesetzlichen Renten auf ein Minimum verringern wollen, um die Zuschüsse des Bundes zu vermeiden und Rentenbeiträge nicht erhöhen zu müssen und vieles andere mehr.
Gleichzeitig werden auch vor Ort weitere Maßnahmen zur Kriegsvorbereitung getroffen. In Düsseldorf und in anderen Städten werden z. B. Kasernen und Bunker revitalisiert.
Der ukrainische Student Andrej Konovalov. Er berichtete, was er aus der Ukraine über Desertation und Verschleppung von Wehrpflichtigen erfahren hat und was man hierzulande nicht in den gängigen Zeitungen liest.
Die „Rolle der Gewerkschaften“ wurde ausführlich diskutiert. Jahrelang haben sich die Gewerkschaftsführungen dagegen gewehrt, die Diskussion zu Krieg, Hochrüstung und Sozialabbau zu führen. Durch den Druck der Kolleginnen und Kollegen, die sich oft auf lokaler Ebene dafür organisieren, brach die Diskussion auf dem DGB-Kongress auf.
Gerade vor diesem Hintergrund wurde als sehr positiv betont, dass zur Konferenz in London viele britische Gewerkschaften aufgerufen haben.
Viele Beiträge der Diskussion beschäftigen sich damit, wie man die Fakten und die Diskussion in die Öffentlichkeit bringt, denn das ist ja unsere Aufgabe gegen ihre Kriegspolitik zu mobilisieren. Die Presse ignoriert das BSW weitestgehend.
Das Fazit war: Wir müssen aus unserer Blase raus! Wir müssen auf die Straße!
Beate Sieweke
Siehe auch die Einladung zu dieser Veranstaltung:
Einladung zur Vorbereitungsveranstaltung für das Londoner Meeting in Düsseldorf am 20. Mai 2026