Die UGT (Spanien) berichtet über ihre Teilnahme an der Konferenz in London

»Die Gewerkschaft bekräftigt ihr Engagement für Frieden, soziale Gerechtigkeit und internationale Zusammenarbeit angesichts der Politik der Wiederaufrüstung und Militarisierung.

Eine Delegation der Unión General de Trabajadores (UGT, Allgemeine Arbeitergewerkschaft) nahm an der Internationalen Konferenz gegen den Krieg teil, die am 20. Juni in London stattfand und sich als eine der größten internationalen Zusammenkünfte dieses Jahres in Europa zur Verteidigung des Friedens und gegen militärische Eskalation etabliert hat.

Die Konferenz brachte mehr als tausend Gewerkschafter*innen, politische Vertreter*innen, Wissenschaftler*innen, Friedensaktivist*innen und soziale Organisationen aus zahlreichen Ländern Europas, Amerikas und des Nahen Ostens in der historischen Central Hall Westminster zusammen und knüpfte damit an die Arbeit der Internationalen Friedenskonferenz an, die 2025 in Paris stattfand. Ziel dieser Zusammenkunft war es, die internationale Zusammenarbeit von Gewerkschaften, sozialen Organisationen und Bürgerbewegungen zu stärken, die sich für Frieden, internationale Zusammenarbeit und die Verteidigung sozialer Rechte angesichts von Aufrüstungs- und Militarisierungspolitik einsetzen.

In den verschiedenen Sitzungen wurden Themen wie der Anstieg der Militärausgaben in zahlreichen Ländern, die Ausbreitung bewaffneter Konflikte, die sozialen und wirtschaftlichen Folgen von Kriegen, die Lage im Nahen Osten und in der Ukraine, die Verschlechterung der öffentlichen Dienstleistungen sowie die Notwendigkeit der Stärkung von Diplomatie, Völkerrecht und Zusammenarbeit zwischen den Völkern als Instrumente zur Konfliktlösung behandelt.

Die UGT-Delegation übermittelte den Anwesenden die brüderlichen und solidarischen Grüße einer Organisation, die seit fast 140 Jahren Teil der internationalen Arbeiterbewegung ist und sich konsequent für die Verteidigung von Frieden, Demokratie, sozialer Gerechtigkeit und den Rechten der Arbeiterklasse einsetzt.

Die Gewerkschaft brachte ihre tiefe Besorgnis über die aktuelle internationale Lage zum Ausdruck, die von zunehmenden militärischen Spannungen, dem Wettrüsten und der Aufstockung der Verteidigungshaushalte in zahlreichen Ländern geprägt ist. Sie warnte zudem, dass jeder für die Aufrüstung bereitgestellte Euro genau geprüft werden müsse und dass diese Mittel nicht von Investitionen in das Gesundheitswesen, die Bildung, die Altersversorgung, den sozialen Wohnungsbau, die Sozialfürsorge, die Infrastruktur oder andere für die Bürger unverzichtbare Dienstleistungen abgezogen werden dürften. Ebenso erinnerte sie daran, dass es letztlich die arbeitenden Frauen und Männer sind, die die wirtschaftlichen und sozialen Folgen von Konflikten und der damit oft einhergehenden Sparpolitik zu tragen haben.

Auf der Konferenz argumentierte die UGT zudem, dass die Gewerkschaftsbewegung der Militarisierung von Wirtschaft und Gesellschaft nicht gleichgültig gegenüberstehen darf. Im Gegenteil: Sie habe die Verantwortung, einzugreifen, wenn versucht werde, ein Modell, das auf Sozialstaat, menschenwürdiger Beschäftigung und sozialem Zusammenhalt beruht, durch ein anderes zu ersetzen, das von der Logik des Krieges und den mit der Rüstungsindustrie verbundenen wirtschaftlichen Interessen getragen wird.

Die Gewerkschaft erinnerte daran, dass ihre Ursprünge eng mit dem Arbeiterinternationalismus und der Überzeugung verbunden sind, dass die Probleme der Arbeiterklasse keine Grenzen kennen. Sie bekräftigte daher ihr Engagement für internationale Zusammenarbeit, Solidarität zwischen den Völkern und die Verteidigung des Rechts der Völker, frei über ihre Zukunft zu entscheiden – ungeachtet jeglicher Form von Herrschaft, Aggression oder Konfrontation.

Die Gewerkschaftsdelegation würdigte zudem das demokratische Erbe der UGT und erinnerte an das Opfer Tausender Mitglieder, die wegen ihres Einsatzes für Freiheit, soziale Gerechtigkeit und demokratische Rechte im Kampf gegen Autoritarismus und Intoleranz Verfolgung, Inhaftierung, Exil und sogar den Tod erlitten haben.

Eine der zentralen Botschaften der Konferenz war, dass die großen sozialen Fortschritte der Menschheit niemals durch Kriege errungen wurden, sondern durch die Organisation der arbeitenden Frauen und Männer, durch soziale Mobilisierung und internationale Solidarität.

In diesem Zusammenhang setzte sich die UGT für eine politische und soziale Agenda ein, die sich an den Bedürfnissen der gesellschaftlichen Mehrheit orientiert:

  • Höhere Löhne und weniger Ungleichheit.
  • Mehr menschenwürdige Arbeitsplätze und weniger prekäre Beschäftigungsverhältnisse.
  • Mehr Investitionen in das Gesundheitswesen, die Bildung und öffentliche Dienstleistungen.
  • Mehr Arbeits- und Sozialrechte.
  • Mehr Zusammenarbeit zwischen den Völkern.
  • Mehr Demokratie und mehr Frieden.
  • Keine Kriege mehr.

Die Konferenz endete mit einem Aufruf zur Stärkung der internationalen Zusammenarbeit zwischen Gewerkschaften, sozialen Organisationen und Bürgerbewegungen, um der zunehmenden Militarisierung der internationalen Beziehungen entgegenzutreten und die Verteidigung des Friedens, der Menschenrechte, der sozialen Gerechtigkeit und der Demokratie wieder in den Mittelpunkt der politischen Agenda zu rücken. Außerdem wurde der Aufruf zu einem internationalen Aktionstag für Palästina am 10. Oktober sowie zu Mobilisierungen gegen die Aufrüstung am 21. und 22. November bekräftigt.

Durch ihre Teilnahme an diesem wichtigen internationalen Treffen bekräftigt die UGT ihr Engagement für den Aufbau einer gerechteren, demokratischeren und solidarischeren Welt, in der öffentliche Mittel dazu verwendet werden, hochwertige Arbeitsplätze, starke öffentliche Dienstleistungen und ein würdiges Leben für die Bürger zu gewährleisten, anstatt neue Wettrüstungen anzufachen.

Die UGT verbreitet die Botschaft, dass Frieden keine passive Haltung ist, sondern etwas, das Engagement, soziale Gerechtigkeit, Demokratie und Solidarität zwischen den Völkern erfordert. Die Konferenz diente dazu, die Bemühungen der Organisationen rund um diese Idee als eine der Hauptaufgaben der klassenorientierten Gewerkschaftsbewegung zu bündeln.«

23. Juni 2026

Quelle: https://www.ugt.es/ugt-participa-en-la-conferencia-internacional-contra-la-guerra-celebrada-en-londres