Rede auf der Intenationalen Kundgebung gegen den Krieg in London am 20. Juni 2026 (Auszüge)
Giorgos Gogos, Vorsitzender der Hafenarbeitergewerkschaft von Piräus (Griechenland)

„Ich überbringe Euch brüderliche Grüße von der Hafenarbeitergewerkschaft der Hafenbehörde von Piräus. Ich versichere Euch die Solidarität der Arbeiter von Piräus. Ich möchte den Organisatoren für ihre Einladung sowie für die hervorragende Organisation dieser beiden Tage danken.
Solidarität ist eine außergewöhnliche Kraft.
Sie ist ein Grundprinzip, ein wesentlicher Wert der Gewerkschaftsbewegung. Wir selbst haben von dieser Solidarität profitiert, als wir gegen die Privatisierung unseres Hafens in Piräus kämpften.
Heute sind wir an der Reihe, Solidarität mit den Schwächsten zu zeigen, mit jenen, die unter der Unterdrückung der Mächtigen leiden. Das palästinensische Volk ist Opfer eines von Israel verübten Völkermords. Kuba leidet weiterhin unter den Folgen des ungerechten Embargos, das von den Vereinigten Staaten verhängt wurde. Das syrische Volk hat unter dem Bürgerkrieg gelitten. Das ukrainische Volk leidet unter dem Krieg. Und heute ist auch das iranische Volk betroffen.
In Piräus haben wir vor drei Monaten auf Initiative von mehr als 35 Gewerkschaftsorganisationen ein großes Solidaritätskonzert für Kuba organisiert. Wir blockieren außerdem israelische Container, die Stahl für die israelische Rüstungsindustrie transportieren, um zu verhindern, dass dieser zur Herstellung von Bomben verwendet wird, die das palästinensische Volk töten. Wir haben zudem ein Kreuzfahrtschiff blockiert, das israelischen Eigentümern gehört und unter seinen Passagieren Soldaten der israelischen Verteidigungskräfte beförderte.
Auf internationaler Ebene arbeiten wir als Mitglieder des Europäischen Hafenarbeiterrats daran, eine gemeinsame Front gegen Kriege aufzubauen. Wir streben auch danach, unsere Kräfte mit anderen Berufsgruppen zu verbinden.
Die Europäische Union hat kürzlich ihre europäische Hafenstrategie 2026 vorgestellt, die zwei Ziele miteinander verbindet: militärische Mobilität und die Wiederaufrüstung Europas. Sie wollen unsere Handelshäfen in Militärhäfen umwandeln. Wir sagen Nein. Wir wollen, dass unsere Häfen Orte der Begegnung zwischen den Völkern, Brücken zwischen den Zivilisationen und Instrumente des Friedens bleiben.“