Klaus Zwickel, ehem. Vorsitzender der IG Metall, an die Gewerkschaftskonferenz für den Frieden am 25./26.7.2026 in Würzburg (Grußwort)

Klaus Zwickel war Vorsitzender der IG Metall von 1993 bis 2003 und ehem. Vorsitzender der Europäischen Automobilarbeitervereinigung

„Liebe Kolleginnen und Kollegen,

herzliche Grüße aus Heilbronn.

Ich begrüße eure Konferenz in Würzburg, alle Diskussionen unter Gewerkschaftskolleg:innen und Friedensaktivist:innen sind wichtig, die sich gegen Aufrüstung und Kriegsvorbereitung wenden.

Die Angriffe der Regierung Merz gegen den Sozialstaat sind unerträglich, die Errungenschaften, die die Arbeitnehmerschaft in annähernd 80 Jahren erkämpft hat, werden in Frage gestellt, Kürzungen bei der Rentenkasse, beim gesetzlichen Gesundheitssystem treffen uns alle.

Dafür aber sollen Militärausgaben immer weiter anwachsen, auf 183 Milliarden, der Schuldendienst dafür belastet heute und morgen die Haushalte so dass, der Sozialstaat nicht mehr zu bezahlen ist.

Der Sozialstaat kann nicht verteidigt werden, wenn nicht die Kriegspolitik bekämpft wird.

Die Jugend – hat zu Recht keine Lust auf den Wehrdienst, man muss sagen Kriegsdienst.

Wir wollen Frieden mit den Kolleginnen und Kollegen in Russland, in der Ukraine.

Wie verlogen die Politik der Bundesregierung ist, zeigt sich im Falle der russischen Deserteure, die zurück nach Russland genauso wie junger ukrainischer Männer, die zum Kämpfen in die Ukraine geschickt werden sollen.

Schluss mit den Kriegen in der Ukraine, wie der Gewalt gegen Palästinenser im Westjordanland, und überall auf der Welt. Schluss mit Waffenexporten!

Solidarische Grüße
Klaus Zwickel“


Übergeordnetes Thema

Vierte Gewerkschaftskonferenz für den Frieden am 25./26. Juli 2026 in Würzburg